Skoda Yeti mit Dachzelt

Warum ich mich für den Skoda Yeti entschieden habe?

Florian Dachzelt, Equipment, Infos Leave a Comment

Oft werde ich gefragt, warum ich mich für den Skoda Yeti als Basis für das Reisen mit Dachzelt entschieden habe. Im folgenden Beitrag möchte ich meine Entscheidung etwas erleutern.

Notwendigkeiten im Alltag und in der Freizeit

Am einfachsten für den Alltag wäre ein Alltagsfahrzeug und zusätzlich einen Campingbuss oder ähnlich zu unterhalten. Dies wollte ich aber auf keinen Fall.

Denn der Grundgedanke war, dass ich nur ein Fahrzeug unterhalten möchte. Und dieses Fahrzeug muss dann optimaler Weise allen Situationen für die ich es nutzen möchte irgendwie gerecht werden.

Beruflich fahre ich ca 20k Kilometer pro Jahr. Dabei pendel ich fast täglich in den Hochschwarzwald. So liegt es in der Natur der Sache ein möglichst sparsames KFZ zu fahren. Erschwerend kommt im Schwarzwald der oft lange Winter dazu. Oft fahre ich die Winterreifen länger als die Sommerreifen.

Was sind also die Anforderungen an den Yeti?

  • Das Fahrzeug sollte möglichst Sparsam sein.
  • Das Fahrzeug muss auch bei schwierigen Wetterlagen und besonders im Winter sicher sein. (4×4)
  • Das KFZ sollte ein gutes Mittelmaß zwischen Größe, Stauraum und zu bewegender Masse bieten.
  • Es muß die Dachlast aufweisen damit ein Dachzelt darauf transportiert werden kann.
  • Genügend Platz um damit Campingzubehör, Gepäck + 3 Personen unter zu bringen.
  • Offroad tauglichkeit nicht relevant.

An dieser Stelle recherchierte ich in Richtung SUV oder Hochdachkombi. Jedoch schien mir z.B. der Caddy, der mir gut gefiel, für meinen Alltag überdimensioniert. So kam ich dann auf den Skoda Yeti und fand dort alles was ich mir gewünscht habe.

  • Ein kompaktes übersichtliches Fahzeug mit angenehmen Fahreigenschaften
  • Sparsamer Verbrauch
  • dreigeteilte Rückbank zum leichten entfernen einzelner Elemente für mehr Stauraum
  • 100kg Dachlast
  • Anhängerkupplung für Fahrradträger
  • 4×4 für winterliche Verhältnisse

4×4 ?

Der Yeti ist von seiner Bauweise her schön kompakt, wendig und bietet ein angenehmes Fahrgefühl. Sein automatischer 4×4 Antrieb macht ihn nicht zum Geländewagen, und mit seinem niedrigen Radstand eignet er sich höchstens zum befahren von einem Feldweg. Aber darum geht es auch nicht. Für mich ist der 4×4 der entscheidende Vorteil um auf einer verschneiten Straße am Berg dann doch noch an dem liegengebliebenen LKW vorbei zu kommen. Und diese extra Reserve hat sich vielfach bewehrt.

Taugt der Yeti als Camper?

Der Stauraum im Kofferaum ist nicht üpig aber reicht aus um all unsere Campingequipment unter zu bringen. Die Dachlast reicht mit 100kg um das Ikamper Skycamp zu transportieren. Die Rückbank ist dreigeteilte und so lassen sich je nach Bedarf die Sitze mit zwei Handgriffen aus und einbauen.

Anstelle von einem Rücksitz kann ich dort vier Plastikkisten aus dem Baumarkt stapeln, in denen unsere Kleider Platz finden. Fixiert werden die Kisten mit Spanngurten an den für die Sitze vorgesehenen Fixpunkten. Das klappt wunderbar. Allerdings erinnert das Kistengestapel doch auch manchem an Tetris für Fortgeschrittene.

Wie haltet Ihr Ordnung im MiniCamper?

Leider ist der Yeti in seinem Segment als Camper nicht sehr verbreitet. Das liegt vermutlich daran, dass er gegenüber z. B. einem Caddy weniger an Stauraum zu bieten hat. So findet sich auch weniger passendes Zubehör wie z. B. eine Campingküche für den Kofferraum. Diese sind für manch anderes Fahrzeug verfügbar. Auch Küchenmodule mit einem Klappbett gibt es kaum in Sinnvoller ausführung. Dafür ist der Yeti zu kompakt.

Eine sehr interessante Küchenlösung bietet z. B. die „Kitchen in the box„, oder die „MOKUBO„. Beide sind allerdings nicht gerade günstig. Ansonsten gibt es immer die Möglichkeit sich selbst etwas handwerklich zu betätigen. Lösungen gibt es dafür genügend.

Schubladen vs Kisten?

Bisher hat ein einfaches Packsystem aus Kisten den Zweck mehr als erfüllt. Der Plan für eine kleine Küche mit Auszügen für die Kühlbox und den Gaskocher ist bisher in der Schublade liegen geblieben, da mir der Aufwand gegenüber dem jetztigen System zu hoch erscheint. Meine Baumarktkisten lassen sich nach der Reise wieder im Regal verstauen. Das Geschirr kurz durch die Maschiene schicken und schon ist ales wieder einsatzbereit.

Gekocht wurde bis jetzt eh immer ausserhalb vom Fahrzeug. Wobei ein KFZ das als Camper genutzt wird, auf jeden Fall auch irgendwann nach Camping riecht. 🙂

Die einfache Bauweise und Einrichtung im Yeti sind für den Campingeinsatz gut, da das Fahrzeug beim Reisen mit dem Dachzelt auch eher als Nutzfahrzeug dient. Wenn mal was zerkratz oder etwas auf dem Sitz landet, ist das nicht so dramatisch.Ein Kärcher Nasssauger mit Polsterdüse ist etwas großartiges.

Der Yeti und das Skycamp

Als Erstes finde ich, dass das Skycamp auf dem Yeti gut aussieht. Natürlich ist das Geschmackssache. Das Zelt ist deutlich sichtbar, aber wirkt nicht wie ein UFO, das gerade auf dem Dach gelandet ist. Eher wie eine größere Dachbox. Ich hatte mal ein Autohome auf einem Golf installiert. Das sah dann schon eher nach unbeholfener Tragfläche aus.

Auf- und Abbau des Skycamp auf dem Yeti.

Ein großes Thema ist oft die Montage von Dachzelten, besonders wenn die Höhe des Autodachs ein arbeiten über Kopf fordert. Beim Yeti ist dies aber gut machbar und das Zelt lässt sich bequem mit vier Personen auf das Dach bzw. die Träger heben. Dies kann bei höheren Fahrzeugen schnell abenteuerlich werden. Der Abbau ist ähnlich unspektakulär.

Damit der Kofferraum ganz geöffnet werden kann, muss das Zelt relativ weit über dem Dach nach vorne installiert werden. Dadurch entsteht ein leichter Überhang über der Frontscheibe. Dies ist an sich kein Problem, allerdings ist auf die Verteilung von Gewicht im Zelt zu achten. Als schwerstes Mitglied der Familie schlafe ich auf der Seite über dem Kofferraum und meine Tochter auf der anderen Seite. So ist eine unnötige und einseitige Belastung auf den Dachträgern reduziert.

Abschließend – warum ich mich für den Skoda Yeti entschieden habe

Ein kleiner Nachteil für das kompakte und wendige Set-up ist die effektive Höhe von etwas über zwei Metern. Es sind eben ein paar Zentimeter zu viel, um in die meisten Tiefgaragen einfahren zu können.

Immer daran denken, Zelt fährt mit. 🙂

Wer längere Reisen plant und sein KFZ mehrheitlich als Campingfahrzeug nutzt, sollte sich überlegen, ob die Größe des Kofferraums ausreichend ist.

Als Minicamper zum Reisen mit dem Dachzelt hat der Yeti sich für mich über Monate hinweg als solides Fahrzeug bewehrt.

Sehr positiv zeigt sich der Spritverbrauch. Voll beladen und mit Dachzelt hat mein Set-up einen Verbrauch von 6,8 – 7,8 Liter Diesel /100 km. Das ist meiner Meinung nach echt in Ordnung.

Immer wenn es eng wird, sei es auf Bergstraßen oder Dörfern mit engen Gassen wie auch auf schneebedeckten Straßen, zeigt sich der Yeti mit seinen kompakten Maßen als angenehmer Begleiter.

Alles in allem ist der Yeti für mich die perfekte Basis für den Alltag und das Reisen mit dem Dachzelt.

Danke für Dein Interesse an meinem Blog

Florian

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